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    Nur noch 14 Tage Corona-Rettungsschirm
    Mutter-Kind-Kliniken im Harz und am Meer werden im Stich gelassen  

    Hildesheim/Langeoog/Braunlage, 02. Juni 2021. Geht es nach dem Willen des Bundesgesundheitsministeriums wird der Rettungsschirm für Vorsorge- und Rehakliniken nur noch bis zum 15. Juni verlängert. So sieht es der Referentenentwurf aus dem Ministerium von Jens Spahn (CDU) vor. Das wäre auch für die drei Kurkliniken des Caritasverbandes im Bistum Hildesheim (DiCV) auf den ostfriesischen Inseln Wangerooge und Langeoog und in Braunlage im Harz ein harter Schlag.

    „Wir setzen hier ein Hilfsangebot für Mütter, Väter, Kinder und pflegende Angehörige ohne Not aufs Spiel“, sagt Renate Sackmann, Geschäftsführerin der Kurkliniken im DiCV. „Wir konnten in der Pandemie die Nachfrage der erschöpften Familien gar nicht erfüllen, da die Hygiene-Auflagen viel weniger Gäste zugelassen haben. Auf Langeoog sind wir zum Beispiel von 84 Prozent Belegung 2019 auf 30 Prozent Belegung 2020 zurückgegangen. Das wäre ohne die Gelder aus dem Rettungsschirm nicht zu verkraften gewesen. Auf Wangerooge und in Braunlage sieht es ähnlich aus.“

    Mit dem Corona-Rettungsschirm haben Kliniken für Pandemie-bedingte Einnahmeausfälle Ausgleichszahlungen von 50 Prozent erhalten. Aus Berlin heißt es nun, dass eine weitere Verlängerung aufgrund des abflachenden Infektionsgeschehens nicht erforderlich sei. Die Geschäftsführerin des Müttergenesungswerks, Anne Schilling, hält diese Absicht des Bundesgesundheitsministeriums für „schlicht unzumutbar“: „Den Rettungsschirm aufzulösen und damit die Kliniken im Müttergenesungswerk in der Pandemie ihrem Schicksal zu überlassen, bedeutet in der Konsequenz auch Familien im Stich zu lassen.“  Das Müttergenesungswerk fordert die Verlängerung des Rettungsschirms bis Ende 2021.

    Gleichzeitig Homeschooling und Home-Office hat viele Eltern und Kinder in den letzten 15 Monaten ungemein erschöpft. Für pflegende Angehörige war die Isolation und der mangelnde Zuspruch und Austausch kräftezehrend. Genau für solche Fälle bringen die Kur-Kliniken Kompetenz und jahrzehntelange Erfahrung mit, um mit Reha-Maßnahmen, Beratung und Vorsorge den Menschen wieder Mut und Kraft zu geben.  Mutter-Kind-/Mütterkuren, Vater-Kind-/Väterkuren und Kuren für pflegende Angehörige sind mehr denn je notwendig, um die Folgen der Pandemie in der Gesellschaft zu schultern.

    Link: https://www.muettergenesungswerk.de/fileadmin/user_upload/MGW_Stellungnahme_Verlaengerung_Ausgleichszahlungen___111dSGBV_310521.pdf

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    Pressemitteilung

    Kliniken im Müttergenesungswerk bangen erneut um Verlängerung Warten auf den Corona-Rettungsschirm Berlin, 28. Mai 2021 Der Rettungsschirm der Bundesregierung für die Vorsorge- und Rehabilitationskliniken im Müttergenesungswerk läuft am 31. Mai 2021 erneut aus. Wieder heißt es abwarten und bangen für die Kliniken. Das Müttergenesungswerk fordert eine Verlängerung des Rettungsschirms bis Ende des Jahres. Noch drei Tage bis zum Fristende: Zum vierten Mal schon wird auf politischer Ebene darüber entschieden, ob die 73 vom Müttergenesungswerk anerkannten Kliniken Ausgleichszahlungen für pandemiebedingte Minderbelegungen erhalten. Und jedes Mal ist die Anspannung und die Ungewissheit bis zur letzten Minute groß, ob das Bundesministerium für Gesundheit den Rettungsschirm verlängert oder nicht. Für die Kliniken ist diese Planungsunsicherheit fatal. Seit Ausbruch der Corona-Pandemie arbeiten die gemeinnützigen Vorsorge- und Rehabilitationskliniken unter erschwerten Bedingungen, mussten monatelange Schließungen im ersten Lockdown überstehen und Defizite ausgleichen – aufgrund von Minderbelegungen durch die geltenden Hygiene- und Abstandregelungen, Mehrkosten durch erhöhten Personal- und Sachaufwand sowie regelmäßige Testungen. Jederzeit besteht zudem die Gefahr, dass bei Auftreten eines Corona-Falles ganze Kurdurchgänge abbrechen und einzelne Kliniken vorübergehend schließen müssen. Unter diesen Umständen ist eine wirtschaftliche Betriebsführung der gemeinnützigen Kliniken im Müttergenesungswerk, die regulär eine Mindestbelegung von 95 Prozent gewährleisten müssen, nicht möglich. Sie geraten in Existenznot. Diesbezügliche Gespräche mit den Krankenkassen (GPVG) sind immer noch ohne Ergebnis. Die Pandemie wird v. a. von Familien getragen und v. a. von Müttern. Mutter-Kind-/Mütterkuren, Vater-Kind-/Väterkuren und Kuren für pflegende Angehörige sind mehr denn je notwendig. Wir wissen längst, wie unglaublich hoch die Belastung durch Corona ist. Vor allem Mütter, die den Großteil der Sorgearbeit leisten, sind am Ende ihrer Kräfte angelangt und dringend auf die Möglichkeit einer Kur angewiesen. Wir brauchen politische Unterstützung, damit die Kliniken überleben können. Die Corona-Krise ist nicht vorbei,“ sagt Anne Schilling, Geschäftsführerin des Müttergenesungswerks. Weitere Informationen und Kontakt: Elly Heuss-Knapp-Stiftung, Deutsches Müttergenesungswerk Rebekka Rupprecht Bergstraße 63, 10115 Berlin Tel.: 030 330029-0 Fax: 030 330029-20 presse@muettergenesungswerk.de www.muettergenesungswerk.de Facebook: @muettergenesungswerk Instagram: @muettergenesungswerk_mgw Twitter: @mgw_berlin Spendenkonto: Bank für Sozialwirtschaft, IBAN: DE13 7002 0500 0008 8555 04 oder online: www.muettergenesungswerk.de/spenden Die Elly Heuss-Knapp-Stiftung Deutsches Müttergenesungswerk (MGW) wurde 1950 von Elly Heuss-Knapp, der Frau des ersten Bundespräsidenten, gegründet. Ziel der gemeinnützigen Stiftung ist die Gesundheit von Müttern und inzwischen auch von Vätern und pflegenden Angehörigen. Unter dem Dach des MGW arbeiten fünf Wohlfahrtsverbände bzw. deren Fachverband/Arbeitsgemeinschaft (AWO, DRK, EVA, KAG, Parität) zusammen. Besonders zeichnet sich das MGW durch ganzheitlichen und gendersensiblen Kurmaßnahmen und das Konzept der Therapeutischen Kette im MGW-Verbund aus. Diese umfasst die kostenlose Beratung der Betroffenen bei über 1.000 Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände rund um die Kurmaßnahmen für Mütter und Mutter-Kind bzw. Väter und Vater-Kind sowie pflegende Angehörige, die Kurmaßnahme in den über 70 vom MGW anerkannten Kliniken und die Nachsorgeangebote vor Ort. Alle anerkannten Kliniken tragen das MGW-Qualitätssiegel. Die Stiftung steht unter der Schirmherrschaft der Frau des Bundespräsidenten, Elke Büdenbender. Das Müttergenesungswerk benötigt Spenden, z. B. zur Unterstützung bedürftiger Mütter und ihrer Kinder bei der Durchführung einer Kurmaßnahme, für Beratung und Nachsorgeangebote sowie für Informations- und Aufklärungsarbeit.

     

     

     

     

     

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